Neben der Fotografie widme ich mich in meiner Freizeit einem weiteren faszinierenden Hobby: dem 3D-Druck.

Doch was ist 3D-Druck eigentlich?

Du kennst sicher den klassischen „2D“-Druck auf Papier. Beim 3D-Druck funktioniert das Prinzip etwas anders: Ein Kunststoff wird erhitzt und Schicht für Schicht auf eine Druckplatte aufgetragen. Mit jeder weiteren Schicht wächst das Objekt in die Höhe, bis am Ende ein dreidimensionales Modell entsteht.

Eines der am häufigsten verwendeten Materialien im 3D-Druck ist PLA. Die Abkürzung steht für Polylactic Acid, auf Deutsch Polymilchsäure. PLA wird aus pflanzlichen Rohstoffen hergestellt und lässt sich vergleichsweise einfach verarbeiten. Es benötigt keine besonders hohen Temperaturen und eignet sich deshalb hervorragend für viele Anwendungen im 3D-Druck.

PLA ist in unzähligen Farben und Varianten erhältlich. Je nach gewünschtem Ergebnis kann das Material beispielsweise matt, glänzend, transparent oder mit verschiedenen besonderen Effekten angeboten werden. Dadurch sind der Gestaltung kaum Grenzen gesetzt.

Die benötigten 3D-Modelle können entweder direkt aus dem Internet heruntergeladen oder mit einem CAD-Programm selbst konstruiert werden. Durch meine Ausbildung zum Konstrukteur und meine Weiterbildung zum Maschinenbautechniker bin ich mit der Konstruktion und den technischen Grundlagen bestens vertraut. So konnte ich bereits verschiedene eigene Projekte entwickeln und anschliessend direkt bei mir zu Hause mit dem 3D-Drucker realisieren.

Aktuell nutze ich einen Prusa MK4S mit Multi Material Unit sowie einen Prusa Core One. Damit lassen sich nicht nur unterschiedlichste Modelle herstellen, sondern auch eigene Konstruktionen unkompliziert vom digitalen Entwurf in die Realität umsetzen.

Nachhaltigkeit und Recycling

Ein wichtiges Thema beim 3D-Druck ist für mich die Nachhaltigkeit. Denn natürlich wird dabei Kunststoff verwendet. Ausserdem entstehen beim Drucken immer wieder Fehlversuche oder Stützstrukturen, die nicht direkt weiterverwendet werden können.

Trotzdem möchte ich meinen 3D-Druck so nachhaltig wie möglich gestalten. Deshalb sammle ich sämtliche Kunststoffreste, Stützmaterialien und fehlgeschlagenen Drucke und führe sie dem Recycling zu.

Die gesammelten Materialien werden von der Recyclingfabrik übernommen und zu neuem 3D-Druck-Filament verarbeitet. Aus diesem recycelten Filament kann anschliessend wieder ein neues 3D-Modell entstehen.

So wird aus vermeintlichem Abfall wieder ein wertvoller Rohstoff – und der Materialkreislauf schliesst sich. ♻️